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25.3.2019 : 9:43 : +0100

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Bioenergie wird bei Juwi kräftig ausgebaut

Juwi realisiert gemeinsam mit PROLiGNIS mehrere Holzheizkraftwerke Wörrstadt 23. November 2009. Die Wörrstädter juwi-Gruppe baut ihr Geschäft im Segment Bioenergie kräftig aus. So wird der rheinland-pfälzische Projektentwickler von Bio-, Wind- und Solaranlagen gemeinsam mit der PROLiGNIS Energie Consulting GmbH & Co. KG (Ingolstadt) eine Reihe von Holzheizkraftwerken realisieren und dann langfristig die technische und kaufmännische Betriebsführung übernehmen. Ausbauen will juwi auch die Produktion von Holzpellets sowie die Wärmelieferung (Contracting). "Wir haben eine Reihe von Projekten in der Pipeline, die sattes Wachstum versprechen. Die Mitarbeiterzahl wollen wir bis 2012 auf rund 60 verdreifachen", sagt Jürgen Bohn, Geschäftsführer der juwi Bio GmbH.

Holzkraftwerk für die Zukunft

"juwi und PROLiGNIS verfügen beide über großes Know-how und ergänzen sich hervorragend. Mit der Kooperation können wir unser Wissen und unsere Fähigkeiten bündeln und schaffen eine klassische Win-Win-Situation. Davon profitieren alle: PROLiGNIS, juwi und natürlich die Kunden", so Bohn weiter. "Die kostengünstige und umweltschonende Energieerzeugung aus Holz stößt bei Industrie und Gewerbe mit hohem Energiebedarf, aber auch bei Kommunen auf immer größeres Interesse.

Kräftiger Anstieg der Anfragen im Bereich Bioenergie

Entsprechend kräftig steigt die Zahl der Anfragen", ergänzt Tobias Mayinger, geschäftsführender Gesellschafter von PROLiGNIS. Holzheizkraftwerke, die mit natur belassenem Energieholz, so genannten Holz-Hackschnitzeln betrieben werden, sind ideale Energielieferanten. Sie liefern nicht nur saubere Energie, sondern zeichnen sich auch durch höchste Effizienz aus. Laut einer Studie der Universität Augsburg zum Thema "Carbon Footprint" erzielen insbesondere Holzheizkraftwerke mit Kraft-Wärme- Kopplung im Bereich der Bioenergieerzeugung durch ihre geringen CO²-Emissionen einen großen Effekt für den Klimaschutz. Aus nachwachsenden Rohstoffen der Forstwirtschaft und der Landschaftspflege erzeugen Holzheizkraftwerke neben elektrischem Strom auch Prozessdampf und Wärme, die Kommunen sowie Gewerbe und Industrie über Nahwärmenetze zur Verfügung gestellt werden.

40 Millionen Kilowattstunden aus Bioenergie

Die geplanten Anlagen, die juwi und PROLiGNIS gemeinsam mit Investoren realisieren wollen, haben jeweils eine elektrische Leistung von bis zu fünf Megawatt und können pro Jahr ca. 40 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Die thermische Leistung beläuft sich auf bis zu zehn Megawatt, womit bis zu 80 Millionen Kilowattstunden Heißwasser oder Dampf erzeugt werden können. "Größtmögliche Versorgungssicherheit garantiert unser nachhaltig tätiges Netzwerk aus regionalen Energieholzlieferanten", sagt PROLiGNIS Gesellschafter Heinz Lucas, verantwortlich für die bundesweite Energieholzbeschaffung. Kräftig ausbauen will juwi auch die Produktion von Holzpellets. Aktuell stellt das Unternehmen in seinem Werk in der Energielandschaft Morbach pro Jahr rund 24.000 Tonnen des umweltfreundlichen und preiswerten Brennmaterials her.

Weitere Pelletswerke folgen

In den nächsten drei Jahren will juwi vier weitere Pelletswerke errichten und die Produktion um ein Vielfaches erhöhen. Ebenfalls optimistisch ist Bohn für den Biogasbereich, wo die rechtlichen Weichen für die Einspeisung von Biomethan ins allgemeine Gasnetz nun gestellt sind. "Wir werden eine Reihe von Biomethan-Anlagen realisieren", betont Bohn. Auch das Segment Contracting, also die reine Wärmelieferung, kommt in Schwung: In nächster Zeit steht die Realisierung von drei Nahwärmenetzen an, über die Kommunen sowie Gewerbe und Industrie versorgt werden können.

Bericht Juwi

23.11.2009 13:59 Alter: 9 Jahre


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